Volleyballspielen ist anstrengend und wer gewinnen will - und die Mannschaften des SC Grün Weiß Paderborn wollen gewinnen - , der muß üben und im Training oft seinen "Schweinehund" überwinden. Doch wir spielen Volleyball, weil Volleyball Spaß macht, weil es kein schöneres Gefühl gibt, als auf dem Feld zu stehen,
gemeinsam um jeden Ball zu kämpfen, nach einer mißlungenen Aktion von den Mitspielerinnen getröstet und nach einem guten Einsatz gefeiert zu werden.
Zu einem Spiel zu fahren - angespannt zu sein - auf dem Feld zu stehen - alles zu geben - zu feiern - und dann müde wieder im Auto zu sitzen, das ist Volleyball. Das wollen wir den Kindern und Jugendlichen vermitteln, die zu uns zum Training kommen und sich in dem Verein anmelden.
Wir wollen ihnen die Erfahrung ermöglichen, daß es sich lohnt, sich anzustrengen, an sich zu glauben, sich gegenseitig zu stärken, gemeinsam für ein Ziel einzustehen, nie aufzugeben, sowohl in der Niederlage, als auch beim Erfolg fair zu bleiben - und das dann mit Einsatz auch garantiert der Erfolg kommt.
Wir wollen Kinder und Jugendliche stark machen, stark für das Spiel mit dem Volleyball und stark genug für die Probleme und Schwierigkeiten des Lebens.
Wir wollen ihnen zeigen, daß es schön ist, zu träumen und daß Träume wahr werden können.
Wir wollen Deutscher Meister werden. Wir wollen Weltmeister werden. Wir wollen, daß die Halle bei den Spielen voll ist, daß die ZuschauerInnen begeistert sind. Wir wollen, daß die Fernsehanstalten jeden Tag über Volleyball berichten. Für diese Ziele haben wir uns zusammengefunden und arbeiten jede Woche in den verschiedenen Turnhallen. Doch wir wollen nicht planlos agieren, sondern systematisch Schritt für Schritt unseren Zielen näher kommen.
Das Team der TrainerInnen ist das Zentrum unseres
Konzeptes. Zusammenarbeit ist das Schlüsselwort. Wir trainieren nicht isoliert
in den Turnhallen die "eigene" Mannschaft. Alle (jetzt schon 17
Mannschaften) sind "unsere" Mannschaften. Wir vertreten uns nach dem Motto,
kein Training darf ausfallen. Wir helfen bei der Betreuung der Spieltage aus.
Wir kleben nicht an "unseren" Spielerinnen, sondern wir schicken sie - nach sportlichen Kriterien ausgesucht - in die anderen Trainingseinheiten.
Wir kleben nicht an "unseren" Mannschaften, sondern vertrauen sie in regelmäßigen Abständen den anderen TrainerInnen an.
Wir respektieren uns in unseren Eigenarten und in unseren zeitlichen Beschränkungen.
Bis jetzt ist unser Konzept aufgegangen.
Noch vor 8 Jahren verloren unsere Jugendmannschaften fast jedes Spiel. Im Damenbereich
gab es nicht eine Mannschaft.
In dieser Saison nun gehen 17 Jugendmannschaften an den Start. In den Oberligen
der B- und C-Jugend ist eine Mannschaft am Start, in der D- und E-Jugend kämpfen
sogar zwei Teams um die Punkte.
Unsere erste Damenmannschaft spielt in der Verbandsliga. Unsere zweite Mannschaft
spielt in der Landesliga. Die dritte und vierte Mannschaft agieren in der Bezirksliga
und die jüngsten Spielerinnen starten in der Kreisliga. In allen Ligen
spielen Jugendliche entsprechend ihren Fähigkeiten. Unsere Mannschaften
im Damenbereich sind die Jüngsten im Bezirk Ostwestfalen Lippe. Eine ähnliche
Zusammensetzung gibt es nur in den Volleyballhochburgen wie z.B. Münster.
So sind wir in der glücklichen Lage, allen Spielerinnen entsprechend ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten eine Perspektive zu geben.
Eine Spitze kann nur aus einer Breite entstehen. Training ist gut, Spielen ist besser. Alles Binsenweisheiten, doch wir versuchen sie umzusetzen. Wir lassen alle Spielerinnen möglichst oft spielen: im Jugendbereich spielen sie jeweils in zwei Jugendklassen und sie sollen auch möglichst früh im Damenbereich an den Start gehen.
So haben wir unsere eigene Philosophie entwickelt, die auf der einen Seite pragmatisch, auf der anderen Seite voll Visionen ist. Ein Konzept aber ist immer sachlich und trocken, eben Theorie. Das Schicksal in der Volleyball Praxis wird häufig aber durch ein Netzroller im richtigen Augenblick, durch eine verschlagenen Angabe, durch den Liebeskummer einer Spielerin oder durch den Streit zwischen zwei Spielerinnen entschieden. Alles Dinge, die schwer in ein Konzept einzubauen sind.
Warum bescheiden sein? Warum nicht an den eigenen Erfolg glauben? In allen Jugendklassen haben wir bisher an den Westdeutschen Meisterschaften teilgenommen. Bis jetzt war unsere beste Plazierung der erste Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft in der E-Jugend. Der Weg bis zur Weltspitze ist noch weit. Doch warum auf dem halben Weg halt machen? Volleyball ist nicht Fußball, bei dem das Geld regiert. Grundlage des Erfolges beim Volleyball ist die Arbeit und der Spaß in der Halle - beim Training und beim Spiel. Und so glauben wir fest daran, daß wir Weltmeister werden. ;o)