Gedichte


Es ist Liebe,
die Gestalt angenommen hat!
Glück, das den Atem nimmt.
Zärtlichkeit, für die es keine Worte gibt.
Eine kleine Hand, die zurückführt
in eine Welt, die man vergessen hat.


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Ist es die Macht des Geldes
nach dem alle Menschen rennen
und keinen anderen Reichtum kennen?
Nein, für mich ist es,
das lernen zu versteh'n,
mit den Augen eines Kindes zu seh'n.
Das Lächeln und das Weinen
das ist Reichtum will mir scheinen.
Wenn es dir das Händchen hält,
es lieblich plappert und erzählt,
mit strahlenden Augen es dich ansieht,
du dich diesem Blick nicht kannst entzieh'n.
Später wenn es dir entgegen tappt
und das laufen endlich klappt,
dir in deine Arme jauchzend fällt,
das ist der grösste Reichtum dieser Welt.


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Zwei kleine

Zwei kleine Füße bewegen sich fort;
zwei kleine Ohren, die hören das Wort;
ein kleines Wesen mit Augen, die sehen;
das ist die Schöpfung, sie lässt uns verstehen.
Zwei kleine Arme, zwei Händchen dran,
das ist ein Wunder, das man sehen kann.
Wir wissen nicht was das Leben Dir bringt,
wir werden helfen, dass vieles gelingt.


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Kommt irgendwo ein Kind zur Welt,
ein Engel sich daneben stellt
und Tag für Tag und Nacht für Nacht
ein Leben lang es nun bewacht.


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Ein Augenblick

Noch nie haben wir einen Augenblick sehnlicher erwartet.
Noch nie haben wir einen Augenblick schmerzlicher erlitten.
Noch nie haben wir einen Augenblick tiefer geliebt.
Noch nie haben wir einen Augenblick ehrlicher gedankt.
In diesem Augenblick bist Du geboren.

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Ein Kind macht
das Haus glücklicher,
die Liebe stärker,
die Geduld größer,
die Hände ruhiger
die Nächte länger,
die Tage kürzer,
und die Zukunft heller.

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Der Himmel weinte, als Du geboren wurdest,
er hatte nämlich seinen schönsten Stern verloren.


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Die Entscheidung, ein Kind zu haben ist von großer Tragweite.
Denn man beschließt für alle Zeit,
dass das eigene Herz außerhalb des Körpers herumläuft.

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Es ist ein Wunder, sagt das Herz.
Es ist eine große Verantwortung, sagt die Vorsicht,
Es ist sehr viel Sorge, sagt die Angst.
Es ist ein Geschenk Gottes, sagt der Glaube.
Es ist unser größtes Glück, sagt die Liebe.
Es ist unser Sohn sagen wir.

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Es war einmal ein Kind, das bereit war geboren zu werden.

Das Kind fragte Gott:
"Wie soll ich auf der Erde leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können, um fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn ich die Sprache nicht kenne?
Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen will, Gott?
Und wer wird mich beschützen?"

Und Gott antwortete dem Baby...
"Ich habe für Dich ein Engel ausgewählt, der über Dich wachen wird, bis Du erwachsen bist.
Dein Engel wird für Dich singen und auch für Dich lachen. Und Du wirst die Liebe Deines Engels
fühlen und sehr glücklich sein.
Dein Engel wird Dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die Du jemals hören wirst, mit viel
Ruhe und Geduld wird Dein Engel Dich lehren zu sprechen.
Dein Engel wird Deine Hände aneinanderlegen und Dich lehren zu beten.
Dein Engel wird Dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert."

In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den Namen des Babys und es sprach:
"Oh Gott Ich muss jetzt von Dir gehen.
Bevor ich Dich jetzt verlasse, sage mir bitte den Namen meines Engel."
Und Gott sprach: "Ihr Name ist nicht wichtig. Nenne sie einfach 'Mama'.

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Wer sagt, es gibt keine Wunder auf dieser Erde, hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt.
Wer sagt, Reichtum ist alles, hat noch nie ein Kind lächeln gesehen.
Wer sagt, diese Welt sei nicht mehr zu retten, hat vergessen, dass Kinder Hoffnung bedeuten!

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Die beiden Hände

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:
Du große Hand, ich brauche Dich, weil ich bei Dir geborgen bin.
Ich spüre Deine Hand, wenn ich wach werde und Du bei mir bist,
wenn ich Hunger habe und Du mich fütterst,
wenn Du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,
wenn ich mit Dir meine ersten Schritte versuche,
wenn ich zu Dir kommen kann weil ich Angst habe.
Ich bitte Dich: Bleib in meiner Nähe und halte mich.

Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:
Du, kleine Hand, ich brauche Dich, weil ich von Dir ergriffen bin.
Das spüre ich, weil ich viele Handgriffe für Dich tun darf,
weil ich mit Dir spielen, lachen und herumtollen kann,
weil ich mit Dir kleine, wunderbare Dinge entdecke,
weil ich Deine Wärme spüre und Dich lieb hab,
weil ich mit Dir zusammen wieder bitten und danken kann.
Ich bitte Dich: Bleib in meiner Nähe und halte mich.


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Wer ohne Kinder lebt, der weiß von keinem Leid,
wer ohne Kinder stirbt, der weiß von keiner Freud!

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Jedes neugeborene Kind
bringt die Botschaft, dass Gott
sein Vertrauen in den Menschen
noch nicht verloren hat.

Rabindranath Tagore
1861-1941 indischer Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1913

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Freund, wenn du dies Haus betrittst, vieles nicht ganz sauber blitzt,
merkst du, dass es hier Kinder gibt, die man mehr als Putzen liebt.

Da gibt es Spuren an den Wänden, kreiert von flinken kleinen Händen,
wir machen das mal später weg, jetzt spielen wir zuerst Versteck.

Spielzeug liegt an jedem Ort, doch eines Tages ist es fort.
Die Kinder sind uns nur kurz geliehen bis sie erwachsen von uns ziehen.

Dann wird auch alles aufgeräumt, dann läuft der Haushalt wie erträumt.
Jetzt freuen wir uns an unseren Gören und lassen uns dabei nicht stören.

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Was Kinderlose nicht wissen…

Kinderlose kennen die Welt um sechs Uhr morgens am Sonntag nicht.
Sie wissen nicht, wie es ist, an einem Sonnabend schon um 19.45 Uhr ins Bett zu gehen.
Sie kennen nicht das Gefühl der Panik, wenn ihnen bei einem Spaziergang
eine leise Stimme zuflüstert: "Ich muss groß."
Sie wissen nichts von Monstern, die nachts in Zimmern lauern und vertrieben werden müssen.
Sie ahnen nicht, dass man ein krakeliges Gewirr aus Strichen und Kreisen
für wunderschön halten kann.
Sie kennen keine Bettdecken, die nachts eigenmächtig von kleinen Körpern rutschen.
Sie kennen das beruhigende Gefühl nicht, wenn man leisen Atem spürt.
Sie wissen nicht wie es ist, wenn sich bei Gefahr eine kleine Hand in die eigene schiebt.
Sie sind noch nie mit feuchten Honigbrotresten gefüttert worden.
Sie haben noch nie ein Pflaster auf eine Wunde geklebt, die keine ist.
Sie wissen nicht wie es ist, wenn sich kleine Brüder küssen.
Sie kennen das Gefühl nicht, ein nasses, nacktes Kind in ein Badelaken zu wickeln
und es an sich zu drücken.
Sie wissen nicht mehr, dass Haare waschen unsagbar widerlich ist.
Sie haben vergessen, dass nichts besser schmeckt als Nudeln mit Ketchup.
Sie haben noch nie ein Königreich für einen Schnuller eintauschen wollen.
Sie kennen den weißen Schimmer im Gaumen nicht, der ein Zahn wird.
Sie sind ausgeschlafen - gut.
Sie haben Zeit für sich - auch gut.
Sie müssen nicht die Giftnotrufzentrale anrufen und fragen, ob es schädlich ist,
Sonnenmilch zu trinken.
Sie müssen keine verwüsteten Zimmer aufräumen.
Sie müssen kein Spielzeug reparieren.
Sie müssen keine Angst vor Autos haben.
Sie müssen keine Gute-Nacht-Geschichten erzählen.
Sie müssen keine blöden Kinderlieder singen und keine Sesamstrasse gucken.
Sie brauchen nicht dauernd neue Schuhe zu kaufen, weil die alten zu klein sind.
Sie müssen niemals unmögliche Fragen beantworten.
Sie brauchen nicht Nächte durchzuwachen, weil jemand vierzig Grad Fieber hat,
der noch keinen Meter groß ist.
Sie brauchen nicht zu untersuchen, bewachen, verhindern, wiegen, messen, säubern,
tragen und zu schaukeln.
All das brauchen sie nicht.
All das dürfen sie nicht.